Wie eine Narbe zieht sich der ehemalige Grenzstreifen durch die Bundesrepublik. 1391 Kilometer - von Travemünde bis nach Hof. Eine Strecke, auf der fast 40 Jahre lang jegliches Zusammenleben zwischen DDR-Bürgern und Menschen aus der Bundesrepublik verhindert wurde.
Buchstäblich über Nacht wurden Regionen, Dörfer, und sogar Familien durch Minen, Stolperdrähte und Selbstschussanlagen getrennt. ZDF-Autor Christoph Schreiner macht sich 20 Jahre nach dem Fall der trennenden Mauer auf eine Reise entlang der ehemaligen Demarkationslinie - ins einstige Niemandsland.
Das Reisevehikel: ein "Gobbi" - vorne Golf, hinten Trabbi. Die mechanische Liaison funktioniert. Aber was ist mit den Menschen? Verheilen die Narben der deutsch-deutschen Trennung allmählich? Wie sieht sie aus, die Zukunft der Generationen, die noch die Mauer erlebten und das Zusammenleben immer noch lernen müssen?

Die Dokumentation beginnt im Dreiländereck zwischen Sachsen, Bayern und Tschechien und erzählt im Verlauf der Reise etwa von einem Bildhauer, der den ehemaligen Todesstreifen in Thüringen zum Kunst-Ort erklärt, von Dörfern, die 40 Jahre lang geteilt waren und einem kleinen Ort an der Elbe, dessen Bürger einen Tag vor dem Fall der Mauer die "Dorfrepublik" beschlossen haben. Rüterberg, ein Dorf, das genug davon hatte, eingeschlossen zu sein.
Schreiner trifft auch Liedermacher Stephan Krawczyk, der 1988 aus der DDR ausgewiesen wurde und jetzt - zwei Jahrzehnte später - die Musik für die Reise komponiert - für die Geschichten von einem getrennten, vereinten und veränderten Deutschland, damals wie heute.
Die fünfteilige Dokumentation wird auch am Donnerstag, 5. November 2009, um 19.00 Uhr in einem Beitrag im neuen digitalen Kanal ZDFneo gesendet.